Zum Jahresende 2025 gab es bundesweit 16.601 Apotheken. Wie die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände mitteilt, sind das 440 Apotheken oder 2,6 Prozent weniger als Ende 2024.
Den 502 Apothekenschließungen standen 62 Neueröffnungen im Laufe des Jahres 2025 gegenüber. Dies sei der niedrigste Stand an Apotheken seit fast 50 Jahren, mahnt die ABDA und führt die Entwicklung auf das seit Jahren weitgehend unveränderte fixe Packungshonorar gemäß der Arzneimittelpreisverordnung zurück.
Dieses wurde zuletzt vor 22 Jahren angepasst. Unterdessen seien die Kosten in den Apotheken um 65 Prozent gestiegen. Deshalb habe seit 2013 jede fünfte Apotheke schließen müssen, so der Verband. 2013 gab es 20.662 Apotheken in Deutschland, 4.061 Apotheken mehr als heute.
"Selbst wenn sich das Apothekensterben im vergangenen Jahr leicht abgeschwächt hat, sind auch 2025 wieder rund 500 Betriebe unwiederbringlich aus der Versorgung verschwunden. Das ist eine gefährliche Entwicklung, denn die Resilienz unserer Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung wird mit jeder Apothekenschließung weiter geschwächt", sagt ABDA-Präsident Thomas Preis.
Zwar ist im Koalitionsvertrag von Union und SPD aus dem Mai 2025 eine Erhöhung des Apothekenhonorars auf 9,50 Euro festgeschrieben. Im laufenden Vorhaben der Apothekenreform sei diese jedoch ausgeklammert, so Preis.
(ABDA / STB Web)
Artikel vom 13.01.2026