Die Angebotsmieten in deutschen Städten stiegen zum Jahresende 2025 schneller als die allgemeine Teuerung. Gleichzeitig ging die Zahl der Wohnungsinserate deutlich zurück, während der Anteil befristeter und möblierter Mietangebote einen neuen Höchststand erreichte. Das zeigt der GREIX-Mietpreisindex des Kiel Instituts für Weltwirtschaft. 

Im vierten Quartal 2025 erhöhten sich die Angebotsmieten für Wohnungen gegenüber dem Vorquartal um 1 Prozent. Bereinigt um die Inflation entspricht das einem realen Anstieg von 0,7 Prozent. Im Jahresvergleich zum vierten Quartal 2024 lagen die Mieten um 4,5 Prozent höher, inflationsbereinigt um 2,3 Prozent.

"Wohnungssuchende haben es aktuell schwer", sagt Jonas Zdrzalek, Projektleiter des GREIX am Kiel Institut für Weltwirtschaft. "Das klassische Angebot geht zurück, die Preise steigen und die Konditionen werden über immer mehr befristete Verträge oder möblierte Angebote härter."

Deutlich weniger Inserate

Die Zahl der Wohnungsinserate sank zum Jahresende gegenüber dem dritten Quartal 2025 spürbar um mehr als 10 Prozent. Gegenüber dem vierten Quartal 2024 betrug der Rückgang 7 Prozent. Im langfristigen Vergleich liegt die Anzahl der Wohnungsinserate zur Miete gegenwärtig etwa 20 Prozent unter dem Niveau von 2015.

Anteil befristeter Verträge auf Rekordhoch

Zugleich erreichte der Anteil befristeter Verträge und möblierter Wohnungen ein Rekordhoch. Bundesweit entfielen im Jahr 2025 inzwischen über 17 Prozent aller Inserate auf dieses Segment, also mehr als jedes sechste Inserat. In den acht größten Städten lag der Anteil sogar bei nahezu einem Viertel, in München sogar bei rund einem Drittel.

"Das weiter sinkende Mietangebot dürfte auch ein Zeichen dafür sein, dass Menschen mit Altverträgen ihre Wohnung nach Möglichkeit halten, oder viele Objekte mittlerweile ohne Inserat vergeben werden", so Zdrzalek

Alle Auswertungsdaten des GREIX-Mietpreisindex sind online abrufbar.

(Kiel Institut / STB Web)

Artikel vom 26.01.2026