Das Angebot von pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL) in den Apotheken ist gewachsen: Wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) mitteilt, werden diese Dienstleistungen inzwischen regelmäßig von mehr als der Hälfte der Apotheken angeboten.
Im dritten Quartal 2025 boten danach rund 8.800 der insgesamt 16.600 Apotheken rund 216.000 pDL an. Im dritten Quartal des Vorjahres 2024 waren es noch rund 7.900 Apotheken und insgesamt rund 156.000 pDL.
Seit 2020 können Apotheken fünf verschiedene pDL anbieten, unter anderem zur richtigen Anwendung von Inhalativa oder zur Medikationsanalyse. Das Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) sieht die Etablierung weiterer pDL vor, unter anderem um die Therapietreue zu erhöhen. Das Gesetz wird derzeit im Bundestag beraten.
"Die pDL sind ein bedeutendes Zukunftsthema", sagt ABDA-Präsident Thomas Preis. Die Apotheken bräuchten aber auch ausreichend personelle und finanzielle Ressourcen, um diese zusätzlichen Leistungen anzubieten. Der Deutsche Apothekerverband (DAV) hat vor kurzem den Vertrag zur Honorierung der pDL gekündigt, da die 2022 von der Schiedsstelle festgelegten Honorierungen aus Sicht des DAV nicht mehr angemessen sind.
(ABDA / STB Web)
Artikel vom 16.03.2026