Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind im zweiten Quartal 2026 nur noch moderat gestiegen. Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser verteuerten sich nominal, während Mehrfamilienhäuser günstiger gehandelt wurden. Inflationsbereinigt fällt die Preisentwicklung jedoch schwächer aus.

Das zeigt das jüngste Update des GREIX-Kaufpreisindex, ein Gemeinschaftsprojekt der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte und dem Kiel Institut für Weltwirtschaft. Der Index basiert auf notariell beglaubigten Transaktionsdaten aus den Kaufpreissammlungen lokaler Gutachterausschüsse und bildet die Preisentwicklung von 25 Städten und Regionen ab.

Im Vergleich zum Vorquartal stiegen die nominalen Preise für Eigentumswohnungen um 0,3 Prozent, Einfamilienhäuser verteuerten sich um 1,8 Prozent. Bei Mehrfamilienhäusern gingen die Preise dagegen um 0,9 Prozent zurück. Im Vergleich zum Vorjahresquartal lagen Eigentumswohnungen mit 0,4 Prozent und Einfamilienhäuser mit 1,9 Prozent im Plus, Mehrfamilienhäuser mit 3,5 Prozent im Minus.

Inflation relativiert Preisanstieg

Inflationsbereinigt, also gemessen in aktueller Kaufkraft, gaben Eigentumswohnungen gegenüber dem Vorquartal real um 0,9 Prozent und Mehrfamilienhäuser um 2,0 Prozent nach, während Einfamilienhäuser mit 0,6 Prozent real zulegten. Im Vorjahresvergleich liegen dagegen alle drei Segmente im Minus: Eigentumswohnungen um 2,1 Prozent, Einfamilienhäuser um 0,7 Prozent und Mehrfamilienhäuser um 5,9 Prozent. Gemessen in aktueller Kaufkraft sind Wohnimmobilien demnach heute weniger wert als vor einem Jahr.

Zugleich steigt die Zahl der Transaktionen bei Eigentumswohnungen bereits seit mehreren Quartalen. Im ersten Quartal 2026 wechselten 9,3 Prozent mehr Wohnungen den Besitzer als ein Jahr zuvor. Auch das Transaktionsvolumen lag mit 12,1 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert. Bei Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern blieb die Marktaktivität dagegen weitgehend unverändert.

(Kiel Institut / STB Web)

Artikel vom 07.08.2026